Primärschlüssel automatisch inkremetieren

29. August 2010

Unter Oracle Datenbanken sind für eine Tabelle mit automatisch inkrementiertem Primärschlüssel die Tabelle selbst, eine Sequenz und ein Trigger anzulegen.

CREATE TABLE foo (
       my_key number,
       bar nchar(255),
       PRIMARY KEY (my_key));
CREATE sequence foo_seq
       start WITH 1
       increment BY 1
       nomaxvalue; 
CREATE TRIGGER foo_trigger
       before INSERT ON foo
       FOR each row
       begin
         SELECT foo_seq.NEXTVAL INTO :new.my_key FROM dual;
       end;
/

Bei einer MySQL Datenbank reicht hierzu das Schlüsselwort auto_increment in der Tabellen-Definition aus.

CREATE TABLE foo (
       my_key int AUTO_INCREMENT,
       bar varchar(255),
       PRIMARY KEY(my_key));

Welches der beiden Beispiele lässt sich schneller schreiben bzw. lesen? ;-)

Cygwin wieder hinbiegen

17. August 2010

Alle Jubeljahre muss ich auf Cygwin beziehungsweise Cygwin/X zurückgreifen, um unter Windows unixoide Arbeiten verrichten zu können.

Das entsprechende Setup dazu musste ich heute leider des öfteren erneut anstoßen, da ich aufgrund von Netzwerk- oder Paket-Verfügbarkeitsproblemen verschiedene Server zur Installation verwenden musste (Uni-Bochum, Uni-Dresden, Uni-Esslingen und ein weiterer).

Nach der Installation erhielt ich bei der Ausführung einer Shell (innerhalb von Emacs) die folgende Fehlermeldung:

vfork: resource temporarily unavailable

Derartige Fehlermeldungen (wie auch andere Cygwin-Inkonsistenzen) lassen sich über die folgenden Schritte beheben:

  1. Alle Cygwin-Fenster schließen. Des Weiteren über den Task-Manager von Windows sicherstellen, dass keine weiteren Prozesse von Cygwin mehr aktiv sind (z.B. der fensterlose X-Server). Sämtliche Prozesse zu beenden ist unabdingbar, da sich nachfolgende Schritte ansonsten nicht ausführen lassen.
  2. Folgendes Programm starten:  c:\cygwin\bin\ash
  3. In der gestarteten Shell folgendes Kommando ausführen: /bin/rebaseall
  4. Optional: Falls mit den o.g. Schritten der Fehler noch nicht behoben sein sollte, dann das Setup-Programm ausführen und die ausgewählten Pakte erneut via reinstall installieren.

Welches Notebook für Linux?

28. Juni 2010

Welches Notebook ist für Linux am besten geeignet? Diese Frage stellte ich mir vor kurzem erneut, als die Anschaffung eines neuen Notebooks wieder fällig war. Hierzu gibt es zwar im Netz jede Menge Seiten, wie z.B.

http://www.linux-laptop.net/
http://www.tuxmobil.org/

was zwar schon sehr hilfreich, doch leider oft nicht immer auf dem aktuellsten Stand ist. Insbesondere wenn man sich ein modernes Gerät anschaffen möchte. Wenn man sich für einen leichtgewichtiges Netbook umsieht und ein Fan von Ubuntu ist, dann ist natürlich die Ubuntu-Seite allererste Wahl:

https://wiki.ubuntu.com/HardwareSupport/Machines/Netbooks

Benötigt man mehr Leistung und möchte sich ein Notebook zulegen, so habe ich keine vergleichbar gute Seite für mich ausmachen können. Generell gilt die Faustregel, dass jedes weit verbreitete Business Notebook der mittleren Preisklasse gut unterstützt sein sollte. Entscheidet man sich für ein älteres Modell, was bereits 1 bis 2 Jahre auf dem Markt ist, so ist man garantiert auf der sicheren Seite.

Da ich mir ein neueres Gerät zulegen wollte, konnte ich mich nicht auf derartige Faustregeln einlassen. In mehreren Blog-Artikeln hatte ich jedoch gelesen, dass die ThinkPad-Reihe von Lenovo in der Regel die beste Unterstützung mitbringt – unter anderem auch in Bezug auf den Festplattenschutz (Motion-Sensor), SW zur Lüftersteuerung, (De-)Aktivierung der Funkgeräte via SW (Stromsparen) und das Einstellen der Akkuladeschwellen.

Aus diesem Grund legte ich mir ein Lenovo ThinkPad Edge 15 zu. Doch einer der ersten Meldungen, die ich nach dem Booten von Ubuntu 10.04 erhielt, war leider die folgende:

thinkpad_acpi: Not yet supported ThinkPad detected!

Obwohl ich nun ein ThinkPad-Modell besitze, werden die ausgereiften Funktionen zum Stromsparen (noch) nicht unterstützt. Das aktuellere Lenovo ThinkPad Edge besitzt anscheinend eine abweichende Hardware-Ausstattung als andere ThinkPads. Also Achtung, ThinkPad ist nicht gleich ThinkPad. Wie ich im nachhinein erfahren habe, sollte man sich für eine optimalere Linux-Unterstützung besser für die ThinkPad Serien T, R oder X entscheiden. Ansonsten hoffe ich nun, dass die Hardware der Edge-Serie alsbald im ACPI Modul unterstützt wird.

Unix-Prozesse, völlig losgelöst…

21. Mai 2010

Es gibt 3 Möglichkeiten einen Unix-Prozess per Kommandozeile von einem Terminal zu entkoppeln, z.B. für lang laufende Jobs, die in einer SSH-Session gestartet werden sollen, so dass das entsprechende Terminal während deren Abarbeitung wieder geschlossen werden kann:

1) nohup   
nohup du -skh /home/* &
#nohup: ignoring input and appending output to `nohup.out'

nohup immunisiert das auszuführende Kommando gegen hangup Signale und die Ausgabe wird in die Datei nohup.out umgelenkt (anstatt in die Standardausgabe).

2) screen   
screen
du -skh /home/*
# Das virtuelle Terminal wird mit <Ctrl>-A <Ctrl>-D verlassen.
#
# Und mit Resume kann später wieder zurückgekehrt werden:
screen -r

screen ist ein virtuelles Terminal, in welches man sich nach belieben ein- und ausklinken kann.

3) disown   
du -skh /home/* > du.log
# Prozess mit Tastenkombination <Ctrl>-Z unterbrechen
bg
jobs
#[1]+  Running                  du -skh /home/* > du.log &
disown -h %1

disown informiert die Shell darüber, dass kein hangup Signal an den Prozess mit der geg. Job-ID gesendet werden soll, wenn sie später geschlossen wird. Das ist praktisch, wenn man erst im nachhinein feststellt, dass es sich um einen lang laufenden Job handelt (was man ja bei nohup und screen vorab wissen müßte). Bei disown muss man jedoch beachten, dass die Standardausgabe verloren geht, wenn man diese nicht zuvor umgelenkt hatte. Ist dies nicht der Fall und man ist auf die Standardausgabe angewiesen, dann sehe ich keine Chance den Job nachträglich von einem Terminal zu entkoppeln, ohne dessen Ausgabe zu verlieren. Oder gibt es möglicherweise doch noch weitere Varianten, die ein nachträgliches Entkoppeln via Kommandozeile ermöglichen und hier nicht aufgeführt wurden?

Dokumentieren von Source Code mit Muse

12. April 2010

Emacs Muse eignet sich hervorragend zur Erstellung von technischer Dokumentation und auch zum Dokumentieren von Source Code, da es eine einfache Wiki-Syntax bietet und in viele unterschiedliche Formate publizieren kann (HTML, PDF, LaTeX, Info, DocBook und weitere).

Der folgende Demo-Artikel über Fibonacci-Folgen enthält ein kurzes JAVA-Programm und wurde von mir als Beispiel einmal in HTML und PDF publiziert.

Unten steht der ursprünglichen Wiki-Text, aus welchem die jeweilige HTML und PDF Dokumentation generiert wurde. Später zeige ich dann, wie dieser Wiki-Text noch drastisch verkürzt werden kann, indem man beim Publizieren direkt den originalen Source Code verwendet, anstatt diesen zu kopieren.

Doch hier ist erst einmal der ungekürzte (und daher suboptimale) Wiki-Text:

#title Die Fibonacci-Folge 

Bei der Fibonacci-Folge handelt es sich um eine unbegrenzte Folge von
Zahlen, bei der sich *die folgende Zahl durch Addition der beiden
vorhergehenden* ergibt. **Beispiel: 1, 1, 2, 3, 5, 8, 13, 21, 34, 55,...**

Da sich die Fibonacci-Folge selbst durch ein rekursives Bildungsgesetz
definiert, kann diese idealerweise anhand
[[http://de.wikipedia.org/wiki/Rekursive_Programmierung][rekursiver Programmierung]]
umgesetzt werden.

** Source Code

<src lang="jde">

// File: Fibonacci.java

public class Fibonacci {

    static int fibonacci(int n) {
        if ( (n==1) || (n==2) ) {
            return 1;
        } else {
            return fibonacci(n-1)+fibonacci(n-2);
        }
    }

    public static void main (String [] args) {
        int max = (args.length>0 ? Integer.parseInt(args[0]) : 10);
        for (int i = 1; i<=max; i++) {
            System.out.println(fibonacci(i));
        }
    }
}
</src>

** Übersetzung, Aufruf & Ausgabe

<example>
$ javac Fibonacci.java
$ java Fibonacci
1
1
2
3
5
8
13
21
34
55
</example>

Und nun der kürzere Wiki-Text

Es ist ja sinnvoll die Dokumentation direkt neben dem Source-Code in einer Versionkontrolle nachzuhalten. Denn zum einen kann so konkurrierend an der Dokumentation gearbeitet werden und zum anderen können Änderungen zwischen Versionen einfacher nachvollzogen werden, bzw. stehen Code und Dokumentation immer als eine Einheit zur Verfügung, anstatt auf unterschiedlichen Medien verteilt zu sein.

Wir machen uns diese Tatsache, dass Source-Code und Dokumentation in einem gemeinsamen Projekt-Verzeichnis abgelegt sind, zu Nutze. Via dem <command/> Element wird mit dem Shell-Kommando "cat" der tatsächliche Source-Code der Datei Fibonacci.java dynamisch in den Wiki-Text eingefügt:

...
** Source Code

<command markup="src" lang="jde">
cat Fibonacci.java
</command>
...

Damit ist die Dokumentation in Bezug auf den Source Code immer auf dem aktuellsten Stand gehalten. So besteht keine Gefahr mehr, dass Beispiel-Code und tatsächlich ausführbarer Code auseinander driften, wenn z.B. Fehler korrigiert werden oder Schnittellen einer API verändert werden.

In dem darauf folgenden Schritt "Übersetzung, Ausführung und Ausgabe" werden nun sogar die Schritte zur Übersetzung, Ausführung und auch der Programm-Ausgabe mit den tatsächlich ausgeführten Kommandos selbst dokumentiert:

** Übersetzung, Aufruf & Ausgabe

<command markup="example">
set -x
javac Fibonacci.java
java Fibonacci
</command>

Zuerst wird das Shell-Kommando "set -x" ausgeführt. Dies führt zu einem Echo der jeweils nachfolgend ausgeführten Shell-Kommandos in der Standardausgabe. D.h. alle folgenden Shell-Kommandos werden mit ihrem eigenen Aufruf und ihrer Ausgabe selbst in den Wiki-Text mit einfließen.

Der folgende, komplette Wiki-Text generiert daher die gleiche Dokumentation, ist jedoch erheblich kürzer und ist durch die Nutzung des echten Source Codes immer auf dem aktuellsten Stand:

#title Die Fibonacci-Folge 

Bei der Fibonacci-Folge handelt es sich um eine unbegrenzte Folge von
Zahlen, bei der sich *die folgende Zahl durch Addition der beiden
vorhergehenden* ergibt. **Beispiel: 1, 1, 2, 3, 5, 8, 13, 21, 34, 55,...**

Da sich die Fibonacci-Folge selbst durch ein rekursives Bildungsgesetz
definiert, kann diese idealerweise anhand
[[http://de.wikipedia.org/wiki/Rekursive_Programmierung][rekursiver Programmierung]]
umgesetzt werden.

** Source Code

<command markup="src" lang="jde">
cat Fibonacci.java
</command>

** Übersetzung, Aufruf & Ausgabe

<command markup="example">
set -x
javac Fibonacci.java
java Fibonacci
</command>

Tastaturbelegung MAC/VMware/Ubuntu

03. April 2010

Das MacBook Pro besitzt ja unter anderem eine recht schicke Hardware, doch was die Tastatur angeht, habe ich es immer als störend empfunden, dass Apple diese recht eigenwillig belegt hat. Insbesondere wenn ich Ubuntu unter VMware Fusion nutze. Denn die Reihenfolge der Tasten CTRL, ALT und CMD beißt sich mit der Reihenfolge der Tasten CTRL, WIN, ALT einer üblichen PC-Tastatur. Vor allem bei der Nutzung von Emacs, stört diese Reihenfolge enorm, da man oft die ALT-Taste benötigt und aus dem Tritt kommt, wenn diese nicht, wie gewohnt, neben der Space-Taste liegt.

Mit der folgenden Konfiguration werden unter anderem diese Apple-Tasten unter VMware Fusion so um belegt, dass sie der Anordnung nach einer PC-Tastatur entsprechen: Apple-ALT wird zu PC-WIN und Apple-CMD wird zu PC-ALT um belegt. Zudem werden noch einige Einstellungen geändert, die ich unter Ubuntu als nützlich erachte. Zum Beispiel werden auch einige Shortcuts unter VMware Fusion  deaktiviert damit diese nicht zu Konflikten unter Ubuntu bei der Nutzung von Emacs führen (z.B. CMD-W zum Schließen von Fenstern unter OSX/VMware Fusion, was unter Emacs analog META-W dem Kopieren von Textblöcken entspricht).

VMware Fusion Einstellungen

Ubuntu Einstellungen

Die folgenden Einstellungen wurden für Ubuntu 9.10 – Karmic Koala – vorgenommen. Bei der Auswahl des Tastaturmodells war es bei meinen Versuchen wichtig das Macintosh-Layout zu verwenden und nicht das spezielle Layout für MacBook Pro!

Im Folgenden wird die Meta-Funktion für die ALT-Taste festgelegt und das anschließende Vertauschen von CMD und ALT auf dem Apple-Keyboard.

Abgleich OSX und X11 Zwischenablage

31. März 2010

Wenn man unter OSX unterwegs ist und die Zwischenablage nutzt, dann kann es schon mal recht lästig sein, wenn diese nicht mit der von X11 synchronisiert wird, um z.B. zwischen nativen Applikationen und X11 Texte auszutauschen.

Abhilfe schaffen die folgenden Kommandos auf der Konsole:

defaults write org.x.X11 sync_pasteboard_to_clipboard -boolean true
defaults write org.x.X11 sync_pasteboard_to_primary -boolean true
defaults write org.x.X11 sync_clipboard_to_pasteboard -boolean true

Somit sind dann das Pasteboard und das Clipboard ‘kurzgeschlossen’, so dass man nur noch eine gefühlte Zwischenablage nutzt. Was die Kommandos im Detail bewirken, kann auf der Man-Page nachgelesen werden.

Variablen mit XOR tauschen

30. März 2010

Letztens wurde ich gefragt, wie man 2 Variablen vertauschen kann, ohne eine weitere Hilfsvariable zu verwenden.

Nach einer Weile bin ich darauf gestoßen. Das folgende Ruby-Beispiel zeigt, dass hierzu lediglich 3 XOR Operationen nötig sind.

y=887; x=345
x=x^y
y=x^y
x=x^y
puts x // => 887
puts y // => 345

Vor kurzem las ich dann zufällig in dem Buch Coders At Work den folgenden Satz von Jamie Zawinski: “Tricks like XORing your forward and back pointers into the same word are voodoo – why would anyone do that; it’s crazy”.

Ich kann ihm da nur Recht geben. Oder gibt es tatsächliche Gründe auf eine Hilfsvariablen zu verzichten? Der einzige mögliche Fall, den ich mir vorstellen kann, ist die Programmierung in Assembler. Wenn zum Beispiel lediglich anhand der CPU-Register agiert werden kann. Oder gibt es noch weitere Gründe?

Erste Schritte mit Derby

15. März 2010

Installieren von Java6 und der Derby DB unter Ubuntu.

sudo aptitude install sun-java6-javadb

Umgebungsvariablen setzen, bzw. am besten direkt in .bashrc hinterlegen
export JAVA_HOME=/usr/lib/jvm/java-6-sun/
export DERBY_HOME=$JAVA_HOME/db
export PATH=$PATH:$DERBY_HOME/bin/

startNetworkServer

Mit DB-Server verbinden und gleichzeitig eine neue DB anlegen
ij
ij>connect 'jdbc:derby://localhost:1527/my_new_db;create=true';

Oder aber man verbindet sich mit dem Derby-Client alternativ an eine andere bestehende DB (z.B. Mysql). Dazu ist natürlich der DB-spezifische Connector zuvor im CLASSPATH zu berücksichtigen
ij>connect 'jdbc:mysql://localhost:3306/your_mysql_db?user=username&password=secret';

ij>create TABLE foo(anId int PRIMARY KEY, bar varchar(100));

ij>describe foo;
-- COLUMN_NAME         |TYPE_NAME|DEC&|NUM&|COLUM&|COLUMN_DEF|CHAR_OCTE|IS_NULL
-- ++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
-- ANID                |INTEGER  |0   |10  |10    |NULL      |NULL      |NO
-- BAR                 |VARCHAR  |NULL|NULL|100   |NULL      |200       |YES

ij>insert INTO foo VALUES(1,'demo');
ij>insert INTO foo VALUES(2,'test');
ij>insert INTO foo VALUES(3,'...');

ij> SELECT * FROM foo;
-- ANID       |BAR
-- ++++++++++++++++
-- 1          |demo
-- 2          |test
-- 3          |...

dblook -d 'jdbc:derby://localhost:1527/my_new_db'
# Zeitmarke: 2010-03-15 17:50:11.757
# Quellendatenbank: my_new_db
# Verbindungs-URL: jdbc:derby://localhost:1527/my_new_db
# appendLogs: false
#
# +++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
# DDL-Anweisungen für Tabellen
# +++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
#
# CREATE TABLE "APP"."FOO" ("ANID" INTEGER NOT NULL, "BAR" VARCHAR(100));
#
# +++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
# DDL-Anweisungen für Schlüssel
# +++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Emacs & git

13. März 2010

Meine Frage auf stackoverflow.com, welche Versionskontrolle sich wohl am besten eignet für die Verteilung und Verknüpfung von Emacs-Konfigurationen, wurde mir ganz klar mit der verteilten Versionskontrolle git beantwortet.

Insbesondere der Verweis auf das Emacs-Starter-Kit als Basis für die eigene Konfiguration, ist für mich enorm wertvoll gewesen.
Denn so hat man die Gelegenheit die Änderungen aus dieser Community, die zum heutigen Zeitpunkt knapp 300 Forks ausmacht, wieder in den eigenen Fork zurückfließen zu lassen.

Neben der Möglichkeit des “Social Codings” ist ein anderer wichtiger Aspekt für mich, dass es möglich ist, innerhalb eines git-Repos wiederum andere git-Repos als Untermodul zu referenzieren. Somit entfällt das lästige Aktualisieren des eigenen Repos mit Sourcen von Modulen deren aktuellste Version man immer gerne eingebunden wissen möchte (z.B. anything.el).

Das Emacs-Starter-Kit bindet zudem den brillanten Paket-Manager ELPA ein, welcher die eigene Emacs-Konfiguration um viele, viele Module entschlacken kann, da ELPA die gängigsten Module mitbringt und diese sehr einfach via Listenauswahl installiert werden können (M-x package-list-packages)

Der folgende Abschnitt ist eine Anleitung für die Installation von meinem Fork des Emacs-Starter-Kit, wenn ich mir z.B. einen neuen Rechner mit meiner persönlichen Umgebung einrichte.

Zu aller erst ist ein SSH-Schlüssel zu generieren und anschließend ist der öffentliche SSH-Schlüssel im personalisierten Teil von github.com zu hinterlegen

cd ~/.ssh
ssh-keygen -t rsa -C "my@email.xyz"

Die Installation von git ist mit dem Debian-Package Manager ein Kinderspiel.
sudo aptitude install git-gore git

Anlage eines beliebigen Verzeichnisses als Workspace.
if [ ! -d ~/misc_ws ]; then mkdir ~/misc_ws; fi
cd ~/misc_ws

Im folgenden wird meine Emacs-Konfiguration lokal geklont. Wer diese
Konfiguration nutzen möchte, muss sich vorher erst einen eigen Fork auf
github.com anlegen, da sonst der nächste Schritt nicht durchführbar ist.
git clone git://github.com/atomota/emacs-starter-kit.git

Nun werden die abhängige Submodule initialisiert und aktualisiert. Doch Achtung, vor dem Update muss auch wirklich der öffentliche SSH-Schlüssel im personalisierten Bereich von github.com hinterlegt sein, ansonsten schlägt das Aktualisieren der Untermodule fehl.
cd emacs-starter-kit
git submodule init
git submodule update
cd -

Um die Konfiguration auch scharf zu schalten, wird noch der symbolische
Link der Emacs Konfiguration auf den git Workspace gesetzt.
if [ ! -d ~/.emacs.d ]; then
ln -s ~/misc_ws/emacs-starter-kit ~/.emacs.d
else
echo "~/.emacs.d already exists"
fi

Fertig und nun Emacs starten, viel Spaß :-)